Film und Podium zum «Dekalog» von Krzysztof Kieślowski

Druckereihalle im Ackermannshof

«Dekalog»© absolut Medien GmbH

Zwei Marathon-Visionierungen mit je einem Gesprächspodium

Für Filmkritiker gilt der zehnteilige «Dekalog» als Meisterwerk des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieślowski, der später durch die Drei-Farben-Trilogie und den Spielfilm «Die zwei Leben der Veronika» einem breiten internationalen Publikum bekannt wurde.
Im «Dekalog» wird ein Warschauer Wohnblock zum Handlungsort für Geschichten von Liebe, Tod, Glaube, Leid und Freude. Der Zufall führt Regie, wenn sich die Menschen näherkommen oder Gewalt antun.

Während die katholische Kirche den Dekalog-Zyklus als Inbegriff der von ihr vertretenen Moral interpretierte, sagte Kieślowski über seine Filme: «Wenn ich das Wort Moral höre, muss ich den Raum verlassen». Gott ist tot, der Sozialismus auch, die Hölle, das sind die Menschen selbst. Da sie nicht an die Zehn Gebote glauben und sie auch nicht für einen verbindlichen Verhaltenskodex halten, müssen sie für ihr Handeln eigene Orientierungsmaßstäbe finden.

Der Inhalt der Filme darf aber die meisterhafte, minimalistische Filmkunst Kieślowskis nicht in den Hintergrund stellen. Die Grosseinstellungen betonen das Mysteriöse und die Montage, die nicht unbedingt der logischen Reihenfolge der Sequenzen gehorcht, was den Anteil des Zufalls im Schicksal der einzelnen Figuren unterstreicht. Mit Gegenlichtkontrasten montiert Kieślowski Kinogemälde, die ihresgleichen suchen.

Am 13.10. werden die Teile 1-5 und am 20.10. die Teile 6-10 gezeigt

Moderation: Nadine Reinert, Philosophicum.

Getränke und Pierogi tragen den ganzen Tag über zur Stärkung bei


Programm:

11:00 Uhr Dekalog 6 (6. Gebot: Du sollst nicht ehebrechen)

12:30 Uhr Dekalog 7 (7. Gebot: Du sollst nicht stehlen)

14:00 Uhr Dekalog 8 (8. Gebot: Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen)

15:30 Uhr Podium mit Kameramann und Fotograf Piotr Jaxa und Autor und Drehbuchautor Antoine Jaccoud, die beide mit Kieślowski zusammengearbeitet haben, über Aspekte der Dramaturgie und Filmästhetik im «Dekalog».

17:30 Uhr Dekalog 9 (9. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau)

19:30 Uhr Dekalog 10 (10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut)


In Kooperation mit CULTURESCAPES Polen


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Eintritt: CHF 70.- (für 2 Tage)/ 35.- (1 Tag) / 7.- (pro Episode / Podium)
Vorverkauf: nur Abendkasse
Weitere Informationen: Krzysztof Kieślowski / CULTURESCAPES polen

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