Ausstellungen, Ausstellungen!
Tarkowskijs Filmästhetik beeindruckte nicht allein Regisseure, Komponisten oder bildende Künstler. Sein Leben und Werk ist immer wieder Gegenstand von Ausstellungen. Die Kuratorin Anastasia Alexandrowa initiierte u. a. die Werkschau „Erinnerte Zeit“ (Stuttgart, 2001) und aktuell „Fragmente, Leben und Werk – Andrej Tarkowskij“ (Venedig, 2012). Für die Exposition in der Druckereihalle reiste sie eigens an die Originaldrehorte des Regisseurs, etwa nach Italien (Bagno Vignoni und San Galgano) und nach Russland (Moskau, Sawraschje und Jurjewetz). Layla Alexander-Garrett stand Tarkowskij während der Dreharbeiten zu „Opfer“ in Schweden als Dolmetscherin und Beraterin zur Seite. Später wurde sie Autorin und gestaltete u.a. Ausstellungen in Iwanowo (Russland/2009), Moskau (2010) und in New York. Für die Präsentation in der Druckereihalle stellte sie einen Teil ihres privaten Foto-Archivs zur Verfügung.
Doch wie entsteht eine Ausstellung? Wie arbeiten heutzutage Kuratoren? Wie und woher beziehen sie ihr Originalmaterial wie Fotodokumente oder andere Objekte? Die Ausstellungsmacherinnen Anastasia Alexandrowa und Layla Alexander-Garrett weihen Interessierte in die „Geheimnisse“ ihrer Organisationskunst ein, die es ihnen ermöglicht hat, die Magie atmosphärischer und publikumsnaher Ausstellungen zu erschaffen.
Anastasia Alexandrowa, geb. in Moskau. Sie studierte Philologie, Kunsttherapie und Dokumentarfilm. Sie schaut auf eine langjährige Erfahrung als Festivalleiterin, Kuratorin, Produzentin, Regisseurin und Tätigkeiten bei verschiedenen Medienprojekten zurück. Sie wohnt in Deutschland.
Layla Alexander-Garett wuchs in Russland auf. Sie hat sich früh auf den Spielfilm spezialisiert und stand Tarkowskij als Dolmetscherin und Beraterin während der Dreharbeiten von „Opfer“ in Schweden zur Seite. Später rief sie eine Reihe von Ausstellungen ins Leben. Sie verfasste u.a. ein Buch der Erinnerungen “Andrej Tarkowskij. Sammler der Träume.“ (2009). Heute lebt und arbeitet sie in London.
Ort: Druckereihalle im Ackermannshof
Eintritt: CHF 17.00/12.00
Reservation (nicht zwingend): info@philosophicum.ch